Wir halten Sie auf dem Laufenden.
News 01.09.2010 Eltern:
Abzug des Entlastungsbetrages für Alleinerziehende
Eine weitere erfreuliche Entscheidung ist kürzlich zur Thematik rund um den Abzug des Entlastungsbetrages für Alleinerziehende ergangen (Bundesfinanzhof, Urteil vom 08.04.2010, Az: III R 79/08).
Im Streitfall ging es um einen Vater, der mit seiner geschiedenen Ehefrau eine neun Jahre alte Tochter hat. Das Kind ist bei beiden Elternteilen gemeldet und hält sich auch annähernd gleichwertig in den beiden Haushalten auf. Die Eltern haben einvernehmlich vereinbart, dass das Kindergeld an die Mutter ausgezahlt wird. Da zum Haushalt des Klägers keine weitere volljährige Person gehört, beantragte er den Abzug des Entlastungsbetrages für Alleinerziehende.
Weitere
Informationen erhalten Sie im
Mandantenbrief
September 2010.
News 16.08.2010 Arbeitnehmer: Abgrenzung zwischen erstmaliger und weiterer Ausbildung
Aus steuerlicher Sicht besteht ein grundlegender Unterschied zwischen einer erstmaligen Berufsausbildung und einer „weiteren“ Ausbildung:
Während die Kosten für eine erstmalige Berufsausbildung steuerlich nur begrenzt bis zu 4.000 EUR/Jahr im Rahmen des Sonderausgabenabzugs berücksichtigt werden können, sind Kosten einer weiteren Ausbildung als Werbungskosten abzugsfähig. Zur Abgrenzung zwischen erstmaliger und weiterer Berufsausbildung hat sich das Finanzgericht Münster (FG) mit Urteil vom 06.05.2010 (Az: 3 K 3347/07 F) geäußert.
Weitere
Informationen erhalten Sie im
Mandantenbrief
August 2010.
News 28.06.2010 BGH schränkt Strafbefreiung bei Selbstanzeigen ein
In Zeiten, in denen der Staat Datenträger kauft, um Steuersünder zu entlarven, rückt das Thema der Selbstanzeige zwangsläufig in den Fokus. Aktuell hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Beschluss vom 20.05.2010 (Az: 1 StR 577/09) zur Selbstanzeige geäußert. Mit ihrer Entscheidung wenden sich die Richter nicht nur gegen die herrschende Literaturmeinung, sondern revidieren auch die bisherige Rechtsprechung. Unter dem Strich wird durch den Beschluss des obersten Zivilgerichtes die strafbefreiende Wirkung einer Selbstanzeige in bestimmten Sachverhaltskonstellationen eingeschränkt.
Weitere
Informationen erhalten Sie im
Mandantenbrief
Juli 2010.
News 31.05.2010 Erben: Besteuerung einer Lebensversicherung bei Zahlung der Prämie durch den Bezugsberechtigten
Wer als bezugsberechtigte Person in einem Lebensversicherungsvertrag eingetragen ist, erhält nach dem Tod des Versicherungsnehmers die Lebensversicherung ausbezahlt. Grundsätzlich unterliegt die Auszahlungssumme der Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer. Aufgrund der eindeutig fiskalisch motivierten Richtlinien zur Erbschaft- und Schenkungsteuer hat die Finanzverwaltung selbst dann die Auszahlungssumme zur Besteuerung herangezogen, wenn der Bezugsberechtigte die Beiträge für die Lebensversicherung des Versicherungsnehmers ganz oder teilweise selbst gezahlt hat.
Weitere
Informationen erhalten Sie im
Mandantenbrief
Juni 2010.
News 29.04.2010 Unternehmer: 1 %-Regel auf jeden Dienstwagen einzeln anzuwenden
Eine schlechte Nachricht für Unternehmer, die mehrere Betriebsfahrzeuge auch für private Zwecke nutzen: Nach einer aktuellen Entscheidung des Bundesfinanzhofes (BFH) ist die 1 %-Regelung auf jedes vom Unternehmer privat genutzte Fahrzeug anzuwenden, sofern er kein Fahrtenbuch führt.
Dies gilt auch dann, wenn der Unternehmer der alleinige Nutzer der verschiedenen Fahrzeuge ist (Urteil vom 09.03.2010 - VIII R 24/08).
Kurz zur Erklärung: Grundsätzlich ist der private Nutzungsanteil eines betrieblichen Fahrzeugs pauschal mit 1 % des inländischen Listenpreises anzusetzen, sofern sich der Steuerpflichtige nicht die Mühe macht, ein Fahrtenbuch zu führen. Fraglich war in dem angesprochenen Rechtstreit nun, ob die Regelung auf alle zum Betriebsvermögen gehörenden Kraftfahrzeuge, also mehrfach, anzuwenden ist, wenn der Unternehmer der einzige ist, der die Fahrzeuge (auch privat) nutzt.
Weitere
Informationen erhalten Sie im
Mandantenbrief
Mai 2010.
News 01.04.2010 Ehepaare: Verweigerung der Zusammenveranlagung kann zum Schadensersatz führen
Ausnahmsweise weisen wir an dieser Stelle auf eine interessante zivilgerichtliche Entscheidung hin. Der Streitfall hat eine gewisse steuerrechtliche Relevanz, weshalb er hier nicht fehlen sollte. Im Sachverhalt geht es um ein seit 1997 verheiratetes Ehepaar. Ab dem Jahr 2000 lebten die Eheleute getrennt, 2003 folgte schließlich die Scheidung. Der Ehemann erzielte in den Jahren 1998 und 1999 positive Einkünfte aus selbstständiger und nichtselbstständiger Arbeit, während die Ehefrau und spätere Beklagte in diesem Zeitraum Verluste aus Gewerbebetrieb erwirtschaftete. Für das Jahr 1998 wurden die beiden wunschgemäß zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Dementsprechend wurden die Verluste der Ehefrau mit den positiven Einkünften des Ehemannes (und späteren Klägers) verrechnet.
Weitere Informationen erhalten Sie im
Mandantenbrief
April 2010.
News 03.03.2010 Arbeitnehmer: Zuflusszeitpunkt einer Abfindung steuern
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 11.11.2009 (Az.: IX R 1/09) entschieden, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Fälligkeit einer Abfindung, die bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses gezahlt wird, aus steuerlichen Gründen hinausschieben dürfen.
Im Streitfall hatte eine Arbeitnehmerin anlässlich der Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses eine Abfindung in Höhe von umgerechnet rund 37.500 EUR erhalten. Die maßgebliche Betriebsvereinbarung sah vor, dass die Abfindung bereits im November 2000 fällig sein sollte.
Weitere Informationen erhalten Sie im Mandantenbrief
März 2010.
News 22.02.2010 Arbeitgeber / Arbeitnehmer: Abziehbarkeit von Vorsorgeaufwendungen
Die Abziehbarkeit von Vorsorgeaufwendungen wurde zum 01.01.2010 durch das sog. Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung) in grundlegenden Punkten geändert (vgl. auch den ersten Beitrag der letzen Ausgabe des Mandantenbriefes).
Die Neuregelung betrifft
- den Abzug von Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung sowie
die Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen im Lohnsteuerabzugsverfahren über die sog. Vorsorgepauschale.
Februar 2010.
News 23.12.2009 Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge besser absetzbar
Ab 2010 können Arbeitnehmer und Selbstständige ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung stärker als bisher von der Steuer absetzen. Denn künftig werden alle Beiträge eines Steuerpflichtigen - egal ob gesetzlich oder privat versichert - in Höhe der Grundversorgung als Sonderausgaben berücksichtigt. Ausgeschlossen sind allerdings Beiträge für Wahltarife in der gesetzlichen Krankenversicherung und Zusatztarife in der privaten Krankenversicherung, die über die Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen hinausgehen (z.B. Chefarztbehandlung, Einbettzimmer).
Januar 2010.
